Schulgründungsinitiative

Der Verein Lernwege e.V.

hat sich Ende 2011 mit dem Ziel gegründet, eine Grundschule ins Leben zu rufen, die ein reformpädagogisches Lernverständnis verbindet mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Als Schulstandort war Rohrberg (zehn km entfernt von Sieben Linden) angedacht, der Schulstart war für 2013/2014 geplant. Leider sind das Konzept und die einzureichenden Unterlagen seitens des Kultusministeriums nicht genehmigungsfähig gewesen.

Der Unterricht sowie das gesamte Lernumfeld der Lindenschule zielten ab auf ein umfassendes Mitweltbewusstsein. Auch die Entwicklung eines guten Gespürs für die menschliche Ökologie, die eigene Gesundheit und Lebensweise gehört zu diesem Selbstverständnis. Die landesweit gängigen Fachlehrpläne, die Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen und auch die künstlerischen Fächer würden dabei nicht vernachlässigt, es sollte zum Teil jahrgangs- wie auch fächerübergreifend unterrichtet werden. Die Schule sollte mit 12-15 Kindern der Jahrgänge 1-4 starten und dann allmählich ausgebaut werden auf ca. 45 Kinder.

Der reformpädagogische Ansatz der Lindenschule beinhaltete, dass Lernen angstfrei und mit ganzheitlichen Methoden stattfinden kann. So wäre etwa ein Tag „Freiluftschule“ pro Woche angedacht gewesen: Naturnahe Outdoor-Aktivitäten mit viel Bewegung und Sinneserfahrung, auch ein großes Öko-Schulgarten-Projekt und Exkursionen zu anderen Lernorten in der näheren Umgebung, wo die Kinder das „echte Leben“ erfahren und begreifen können. Einer dieser Orte sollte auch immer wieder Sieben Linden sein. Auch in Sachen Gemeinschaftlichkeit ist Sieben Linden Vorbild, denn das soziale Miteinander, die lebendige Schulgemeinschaft einschließlich der Elternschaft sollte einen großen Stellenwert haben.

InitiatorInnen waren neben Eltern aus dem Ökodorf auch einige Menschen aus der Umgebung. Die Lindenschule sollte regional gut verankert sein, die zugezogenen Sieben LindnerInnen und gebürtige AltmärkerInnen zusammenbringen und das alternative Netzwerk um das Ökodorf herum stärken. Nicht zuletzt wollten wir bildungsorientierten Familien den Zuzug in die Altmark schmackhaft machen.

Derzeit ruht die Arbeit der Schulgründungsinitiative.

2 Antworten

  1. Timo Schmitz sagt:

    Schließe mich meinem Vorredner an.
    Eine solche Schule wäre für mich als angehenden Lehrer auch ein traumhafter Arbeitsplatz.

  2. Michaela Mühlbauer sagt:

    Das hört sich wirklich super an, schade, dass die Initiative ruht. So eine Schule wäre auf jeden Fall ein Grund für mich, den Wohnort mit meinem Sohn zu wechseln.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.