Permakultur

Permakulturelle Siedlungsplanung

Von Anfang an folgte die Siedlungsplanung in Sieben Linden den Prinzipien der Permakultur. Dies ist ein Gestaltungsansatz, der uns ermöglicht, unsere Lebensräume nachhaltiger zu gestalten. Er beruht in erster Linie auf drei ethischen Prinzipien:

  • Sorge um die Erde
  • Sorge um den Menschen
  • Gerechtes Verteilen und Nutzen von Ressourcen

Die weiteren Gestaltungsprinzipien gehen vor allem auf die Beobachtung von Ökosystemen zurück. So werden häufig auftauchende Grundsätze der Ökologie und aufgenommen und auf andere Zusammenhänge übertragen. Ein Beispiel hierfür ist das Prinzip der Vielfalt, dass – im Gegensatz zu Monokultur – die Stabilität eines Systems erhöht. Ein weiteres ist das Prinzip „Schaffe Kreisläufe statt Abflüsse“.

Das Ziel eines permakulturellen Gestaltungsprozesses ist, ein ganzheitliches Konzept – zum Beispiel für ein Gelände – so zu entwerfen, dass dieses möglichst energie- und arbeitssparend aber gleichzeitig ertragsintensiv angelegt ist und insgesamt der ethischen Grundlage entspricht.

 

Siedlungsplanung in Sieben Linden – ein kontinuierlicher Prozess

Das Gelände, auf dem heute das Ökodorf Sieben Linden liegt, wurde zwischen 1997 und 1998 ein Jahr lang in Begleitung einer Städteplanerin und eines Permakultur-Designers genau untersucht: Flora und Fauna wurden ermittelt, ein Wind- und Solarnutzungsgutachten erstellt und der Boden untersucht.

In einem parallelen Prozess erarbeiteten die zukünftigen Siedler*innen im Rahmen mehrerer Seminare gemeinsam einige Siedlungsentwürfe. Aus der Verbindung dieser Prozesse entstand ein grober Bebauungsplan, der das Gelände entlang den Kriterien öffentlich – privat bzw. ruhig – lauter in verschiedene Zonen einteilt.

Bis heute ist die Siedlungsplanung im Ökodorf Sieben Linden ein kontinuierlich laufender Prozess: es gibt für viele Dinge, die neu entstehen wollen, keinen weiteren „Masterplan“.

Zur Unterstützung bei der Verortung von Gebäuden und Strukturelementen hat unser Baurat einen Kriterienkatalog erarbeitet. Grundlage dafür ist eine eingehende Auseinandersetzung mit dem Raum in Sieben Linden und der Tatsache, dass jedes entstehende Gebäude ein gestaltendes Element ist, welches die Zukunft bestimmt. Wichtige Gestaltungshinweise kommen z.B. aus dem Buch „Eine Mustersprache“ des Architekten Christopher Alexander.

Die Nachbarschaften und Häuser, die im Dorf nach und nach entstehen, werden entsprechend ihrer Wunschgröße mit einem Gelände versehen. Die Gruppen entwickeln mit Unterstützung des Baurats für die Bebauung ihres Geländes einen Entwurf, der auch die umliegenden Gelände einbezieht.

Weitere Details gibt es auf der Permakultur in Sieben Linden Seite.

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