YesToSustainability

YES to Sustainability – Junge Leute begeistern sich für Ökodörfer

von Dario Ferraro, Simon Koetsier, Veronika Lindbauer und Ulrike Schimmel

Derzeit gibt es in der europäischen Ökodorfszene ein schnell wachsendes Projekt: YES to Sustainability. Das sind internationale Jugendaustausche in Gemeinschaften und anderen nachhaltigen Projekten, von jungen Leuten für junge Leute gemacht.

An einem Jugendaustausch teilzunehmen ist eine tolle Gelegenheit für junge Leute. Es ist ganz einfach: Gruppen junger Leute aus mehreren Ländern treffen sich für 1-3 Wochen um sich mit gesellschaftlichen, kulturellen, ökologischen oder anderen Themen auseinanderzusetzen, die sie interessieren, jede Gruppe begleitet von einer/m Jugendleiter/in. Bisher haben ca. 290 junge Menschen an diesen Projekten teilgenommen, einige sogar mehrmals.
Gefördert werden diese Jugendaustausche vom ERASMUS+ Programm der Europäischen Union.

Begonnen hat alles im September 2016 bei einem Arbeitstreffen des Global Ecovillage Network in Dänemark. Dort entstanden die ersten Ideen für Jugendaustauschprojekte in Ökodörfern und anderen nachhaltigen Projekten, die sich miteinander vernetzen sollten.

Im Prinzip ist jeder Austausch ein abgeschlossenes Projekt. Aber: Es gibt eine gemeinsame Vision, welche die Projekte verbindet, nämlich vielen jungen Leuten zu ermöglichen, Ökodörfer zu besuchen und nachhaltiges Leben kennenzulernen. Wir arbeiten zusammen, tauschen Erfahrungen, Vorlagen, Projektanträge aus. YES to Sustainability hat eine eigene Website, auf der alle Austauschprojekte aufgelistet sind.

Ein Schneeballeffekt entsteht: die Teilnehmenden vom letzten Jahr sind die Jugendleiter und Organisatoren von diesem Jahr, für nächstes Jahr werden bereits mehr Jugendaustauschprojekte geplant als für dieses Jahr.

Unter dem Titel “YES to Sustainability – creating youth exchanges” fand vom 2.-6. Dezember im Ökodorf Sieben Linden ein Training mit Teilnehmenden aus Deutschland, Finnland, Holland, Israel, Italien, Russland, der Türkei, Serbien, Slovenien, Spanien und Ungarn statt, ebenfalls von ERASMUS+ gefördert. Eine Projektwerkstatt, um gemeinsame neue Jugendaustauschprojekte für nächstes Jahr zu gestalten.
Die durchweg jungen Teilnehmenden lernten viel über Projektdesign, Antragstellung, Organisation und Durchführung solcher Projekte. “Ich bin gekommen, weil ich lernen möchte, solche Anträge zu schreiben, und um gleichgesinnte Leute kennenzulernen“ antwortete Teilnehmerin Eva aus Serbien auf die Frage, was ihre Erwartungen waren.

Das Ergebnis sind nicht nur 9 Projektanträge, and denen Kleingruppen weiterarbeiten, sondern auch ein Kreis inspirierter, begeisterter und dankbarer Jugendleiter/innen aus allen Ecken Europas und doch miteinander verbunden.

„Wir haben eine gute Grundlage für zukünftige Zusammenarbeit geschaffen. Wir haben Leute motiviert, zur Ökodorfbewegung und somit zu einer besseren Welt beizutragen“ fasste Simon aus Holland seine Erfahrungen zusammen.

Wir hoffen, daß viele von den neuen Jugendbegegnungen die Förderung bekommen, so daß noch mehr junge Leute von „YES to Sustainability“ profitieren.