Beratungs-Projekt für die Altmark

Kostenlose Beratung und Begleitung von gemeinschaftlichen Projekten in der Altmark

Der Freundeskreis Ökodorf e.V. hat über ESF-Mittel von LEADER die Förderung eines Projektes erhalten, bei dem für ein Jahr gemeinschaftliche Projekte in der Altmark kostenlos unterstützt werden können.

Die genaue Ausschreibung finden Sie unten im Text

Mit der Durchführung dieses Projektes haben wir Christoph Strünke und Stefan Althoff beauftragt, beides langjährige Ökodorf-Bewohner, Seminarleiter und Coaches (s.a. www.schrittemachen.de). Deshalb können Anfragen ab sofort direkt an deren Bildung & Beratung GbR gestellt werden.

Für mögliche Interessent*innen stellen sich folgende Fragen:

Setzt sich Ihr Projekt/Ihre Gruppe für mehr Gemeinschaftsgeist und Lebensqualität in Ihrem Dorf/Ihrer Region ein? Fördern Sie die Willkommenskultur oder begegnen Sie dem demographischen Wandel?

Und können Sie bei Ihrer Arbeit beratende Unterstützung gebrauchen?

Ja?! Dann ist diese Förderung für Sie geeignet und wir freuen uns, wenn Sie uns ansprechen und wir Sie unterstützen können.

Bei unserer Arbeit leiten uns folgende Fragen:

  • Welche Kompetenzen sind in Ihren Projekten wichtig und vorhanden und wie können diese Kompetenzen gegebenenfalls erweitert werden?
  • Wo gibt es Herausforderungen oder Probleme und was braucht es, um diese zu lösen?
  • Brauchen Sie Inspiration für die Entwicklung und Umsetzung von Projekten?

Unsere Unterstützung gestaltet sich in vielfältiger Weise und beinhaltet individuelle Beratung vor Ort, eine Fortbildung durch Seminare wie auch die Moderation von Erfahrungsaustausch-Treffen. Vor Ort könnten folgende Methoden zum Einsatz kommen:

  • Visionsentwicklung
  • Durchführung von Zukunftswerkstätten
  • Mediation / Konfliktlösung
  • Projektentwicklung – und Wege zur Umsetzung a.

Was es konkret sein wird, entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Bedarf oder Interesse an einer Beratung oder Begleitung haben! Oder teilen Sie uns mit, wenn Sie andere Initiativen kennen, für die dieses Angebot sinnvoll sein könnte.

Wir freuen uns über Rückmeldungen und auf die Zusammenarbeit!

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Strünke & Stefan Althoff

beratung-gbr@posteo.de      039000 – 90 12 96 oder – 90 12 93

 

Projektausschreibung

Ausgeschrieben wurde folgendes Coaching Projekt:

Beratung, Begleitung und gegenseitigem Lernen von
gemeinschaftlichen Initiativen in der Altmark.

Zeitrahmen des Projektes ist von März 2018 bis April 2019.

Beschreibung des Ist-Zustandes

Der demographische Wandel ist ein wichtiges Thema in der Altmark:

Durch Abwanderung und geringe Geburtenrate hat die Einwohnerzahl in den letzten Jahren stetig abgenommen, mit vielfältigen Auswirkungen, u.a.:

– immer mehr leer stehende Immobilien, deren Unterhaltungsaufwand Kommunen und private EigentümerInnen belastet oder überfordert.

– Abwanderung und Überalterung der Bevölkerung führen zu einem Niedergang des sozialen und kulturellen Lebens.

– immer weniger Arbeitsplätze vor Ort. Die DorfbewohnerInnen müssen immer weitere Wege zurück legen, um einer Erwerbsarbeit nachgehen zu können. Hierdurch ergeben sich zunehmend Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung lokaler und regionaler Wirtschaftskreisläufe und bei der Bewahrung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum.

Gleichzeitig gibt es eine wachsende Bewegung, bewusst Gemeinschaft aufzubauen: Teilweise durch gemeinschaftliche Wohn- oder Arbeitsprojekte oder auch durch kooperative Initiativen, die die Situation im eigenen Dorf oder im eigenen Stadtteil verändern wollen.

Beispiele dafür sind Nachbarschaftshilfe, Gemeinschaftsgärten, gemeinsame Aktionen mit Flüchtlingen, Dorfläden, Transition Initiativen, Chöre, Feuerwehr oder Vereinsleben.

In diesen Initiativen steckt ein großes Potential, dem demographischen Wandel zu begegnen und die Integration von Flüchtlingen zu stärken.

Zielsetzung

Mit diesem Projekt wollen wir in den altmärkischen Dörfern Menschen erreichen, die konkret Initiative übernehmen für mehr Gemeinschaftsgeist und Lebensqualität in ihrem Dorf.

Bei unserem Projekt leiten uns folgende Fragen: Wo gibt es bereits Initiativen? Welche Kompetenzen und Erfahrungen sind wichtig und vorhanden und wie können diese Kompetenzen gegebenenfalls erweitert werden? Wo gibt es Probleme und wie können diese angegangen werden?

So sollen die Fähigkeiten von „Aktiven“ genutzt und auch gestärkt werden, um gemeinschaftliche Ansätze umzusetzen, Mut zu machen und dazu beizutragen, dass andere von ihnen lernen können.

Das erreichen wir durch individuelles Coaching vor Ort, qualitativen Austausch und Fortbildung durch Seminare.

In der Stärkung dieses Personenkreises sehen wir die größte Wirksamkeit unserer Maßnahme.

Erwartete Wirkungen

Die positiven Erfahrungen mit gemeinsamem Engagement können bei den Aktiven zu mehr Offenheit, Durchhaltevermögen und Umsetzungskraft führen.

Damit fördern wir, dass vielfältige Begegnungsmöglichkeiten entwickelt und ausprobiert werden, die die Zufriedenheit und den Zusammenhalt stärken und das Leben dadurch attraktiver wird. Dabei haben wir sowohl die Alteingesessenen, als auch die Neubürger_innen im Blick und bei Letzteren auch die erst kürzlich geflüchteten Menschen. Außerdem wird in lebendigen Dörfern das wirtschaften lohnenswerter, so dass die Menschen vor Ort bleiben und punktuell ein neuer Zuzug erreicht werden kann.