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Wildnis, Wende und Wandel - fünf Tage am Grünen Band in der Altmark

Wildnis, Wende und Wandel - fünf Tage am Grünen Band in der Altmark

Ein Bildungsurlaub mit dem BUND

Die westliche Altmark gehört zu den stillen Landschaften Deutschlands - und überrascht mit einer Fülle an Naturschönheiten.

Über vier Jahrzehnte verlief hier die innerdeutsche Grenze und prägte Landschaft wie Menschen tief. Heute ist aus dem ehemaligen Grenzstreifen das Grüne Band entstanden: der größte Biotopverbund Deutschlands, Heimat seltener Orchideen, Biber, Seeadler und Kiebitz, - und aktueller Kandidat für das UNESCO-Welterbe.

Was bleibt, wenn eine Grenze verschwindet? Wie verändert sich eine Region, die jahrzehntelang am Rand lag. Welche Chancen und Herausforderungen bringt das mit sich - nicht zuletzt für Natur und Umwelt?

Mit diesen Fragen im Gepäck erkunden wir fünf Tage lang die westliche Altmark auf dem Fahrrad, zu Fuß und im Gespräch. Und – Achtung Spoiler! Wir werden keine eindeutigen Antworten finden.

Wir besuchen die Brietzer Teiche und die Salzflora Hoyersburg - ökologische Kleinode direkt am Grünen Band - und erfahren von Expert:innen des BUND, warum ausgerechnet der ehemalige Grenzstreifen heute zu den artenreichsten Lebensräumen Deutschlands zählt. In Salzwedel erkunden wir bei einer Stadtführung, wie eine Region mit dem Strukturwandel nach der Wende umgeht, und besuchen den Bürgermeisterhof - ein historisches Fachwerkensemble, das Bürger:innen nach 1990 vor dem Verfall retteten und heute als Kulturort neu beleben.

Wir stehen an Orten, die von den Brüchen der deutschen Geschichte erzählen: an der Dorfstelle von Groß Grabenstedt, das auf Grund seiner Lage an der ehemaligen innerdeutschen Grenze komplett geschleift, d.h. abgerissen wurde, und im Kloster Dambeck, in dem das schon vor 800 Jahren bestehende Gemeinschaftsleben wiederbelebt wird. In Gesprächen mit Zeitzeug:innen und Menschen, die sich aktuell in der Region engagieren, gewinnen wir Einblicke in persönliche Erfahrungen mit der Geschichte und in das gegenwärtige Leben vor Ort.

Übernachten werden wir während des gesamten Bildungsurlaubs im Gästehaus des Ökodorfs Sieben Linden, einem der größten und bekanntesten sozial-ökologischen Gemeinschaftsprojekte in Deutschland. An zwei Tagen haben wir Gelegenheit mehr über das interessante Dorfprojekt zu erfahren, das seit Ende der 1990iger Jahre auf mittlerweile 160 Erwachsene, Jugendliche und Kinder im Alter von 0 bis 81 Jahren angewachsen ist.  

Reflexion und Austausch begleiten uns durch die gesamte Woche.

 Themenschwerpunkte:

  • Das Grüne Band: Vom Grenzstreifen zum Biotopverbund. Naturschutz als politische Aufgabe. Auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe für Natur und Kultur.
  • Wildnis und Ökologie: Moore, Teiche und Salzflora als Lebensräume einer wiederentdeckten Landschaft.
  • Geschichte der deutschen Teilung: Grenzregime und gesellschaftlicher Wandel in der Altmark
  • Stadtentwicklung und Bürgerengagement: Salzwedel nach der Wende - Strukturwandel und Gegenkräfte
  • Erinnerungskultur und Demokratie: Wie Gesellschaften mit dem Erbe von Teilung und Umbruch umgehen
  • Ökodorf Sieben Linden: Gemeinschaftlich ökologisch Leben und Wirtschaften als gelebte Antwort auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen


Bitte beachten: Da wir die Region an drei Tagen mit dem Fahrrad erkunden, wird eine entsprechende Kondition vorausgesetzt. Die Tagesetappen betragen bis zu 50 Kilometer und verlaufen überwiegend durch flaches Gelände. Die Fahrräder werden vom Veranstalter gestellt und verfügen über 7 bis 20 Gänge, jedoch über keine elektronische Unterstützung. Nach vorheriger Absprache mit dem Tourguide Mathias Bölke können auch eigene Fahrräder mitgebracht werden. Eine alternative Beförderung an den Exkursionstagen ist nicht vorgesehen. 

Bei Fragen zu den Fahrrädern, den geplanten Touren oder den Anforderungen können sich Interessierte gerne direkt an Mathias Bölke wenden: mathias.boelke@bund-sachsen-anhalt.de


Die Konzeption und Abwicklung des Bildungsurlaubes wird gefördert im Rahmen des Projektes „Erlebnis Grünes Band: Gemeinsam die westliche Altmark entdecken und gestalten“. Die Förderung erfolgt im Rahmen der lokalen Entwicklungsstrategien mit CLLD durch den Europäischen Sozialfonds Plus in Sachsen-Anhalt.

            


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Die westliche Altmark gehört zu den stillen Landschaften Deutschlands - und überrascht mit einer Fülle an Naturschönheiten.

Über vier Jahrzehnte verlief hier die innerdeutsche Grenze und prägte Landschaft wie Menschen tief. Heute ist aus dem ehemaligen Grenzstreifen das Grüne Band entstanden: der größte Biotopverbund Deutschlands, Heimat seltener Orchideen, Biber, Seeadler und Kiebitz, - und aktueller Kandidat für das UNESCO-Welterbe.

Was bleibt, wenn eine Grenze verschwindet? Wie verändert sich eine Region, die jahrzehntelang am Rand lag. Welche Chancen und Herausforderungen bringt das mit sich - nicht zuletzt für Natur und Umwelt?

Mit diesen Fragen im Gepäck erkunden wir fünf Tage lang die westliche Altmark auf dem Fahrrad, zu Fuß und im Gespräch. Und – Achtung Spoiler! Wir werden keine eindeutigen Antworten finden.

Wir besuchen die Brietzer Teiche und die Salzflora Hoyersburg - ökologische Kleinode direkt am Grünen Band - und erfahren von Expert:innen des BUND, warum ausgerechnet der ehemalige Grenzstreifen heute zu den artenreichsten Lebensräumen Deutschlands zählt. In Salzwedel erkunden wir bei einer Stadtführung, wie eine Region mit dem Strukturwandel nach der Wende umgeht, und besuchen den Bürgermeisterhof - ein historisches Fachwerkensemble, das Bürger:innen nach 1990 vor dem Verfall retteten und heute als Kulturort neu beleben.

Wir stehen an Orten, die von den Brüchen der deutschen Geschichte erzählen: an der Dorfstelle von Groß Grabenstedt, das auf Grund seiner Lage an der ehemaligen innerdeutschen Grenze komplett geschleift, d.h. abgerissen wurde, und im Kloster Dambeck, in dem das schon vor 800 Jahren bestehende Gemeinschaftsleben wiederbelebt wird. In Gesprächen mit Zeitzeug:innen und Menschen, die sich aktuell in der Region engagieren, gewinnen wir Einblicke in persönliche Erfahrungen mit der Geschichte und in das gegenwärtige Leben vor Ort.

Übernachten werden wir während des gesamten Bildungsurlaubs im Gästehaus des Ökodorfs Sieben Linden, einem der größten und bekanntesten sozial-ökologischen Gemeinschaftsprojekte in Deutschland. An zwei Tagen haben wir Gelegenheit mehr über das interessante Dorfprojekt zu erfahren, das seit Ende der 1990iger Jahre auf mittlerweile 160 Erwachsene, Jugendliche und Kinder im Alter von 0 bis 81 Jahren angewachsen ist.  

Reflexion und Austausch begleiten uns durch die gesamte Woche.

 Themenschwerpunkte:

  • Das Grüne Band: Vom Grenzstreifen zum Biotopverbund. Naturschutz als politische Aufgabe. Auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe für Natur und Kultur.
  • Wildnis und Ökologie: Moore, Teiche und Salzflora als Lebensräume einer wiederentdeckten Landschaft.
  • Geschichte der deutschen Teilung: Grenzregime und gesellschaftlicher Wandel in der Altmark
  • Stadtentwicklung und Bürgerengagement: Salzwedel nach der Wende - Strukturwandel und Gegenkräfte
  • Erinnerungskultur und Demokratie: Wie Gesellschaften mit dem Erbe von Teilung und Umbruch umgehen
  • Ökodorf Sieben Linden: Gemeinschaftlich ökologisch Leben und Wirtschaften als gelebte Antwort auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen


Bitte beachten: Da wir die Region an drei Tagen mit dem Fahrrad erkunden, wird eine entsprechende Kondition vorausgesetzt. Die Tagesetappen betragen bis zu 50 Kilometer und verlaufen überwiegend durch flaches Gelände. Die Fahrräder werden vom Veranstalter gestellt und verfügen über 7 bis 20 Gänge, jedoch über keine elektronische Unterstützung. Nach vorheriger Absprache mit dem Tourguide Mathias Bölke können auch eigene Fahrräder mitgebracht werden. Eine alternative Beförderung an den Exkursionstagen ist nicht vorgesehen. 

Bei Fragen zu den Fahrrädern, den geplanten Touren oder den Anforderungen können sich Interessierte gerne direkt an Mathias Bölke wenden: mathias.boelke@bund-sachsen-anhalt.de


Die Konzeption und Abwicklung des Bildungsurlaubes wird gefördert im Rahmen des Projektes „Erlebnis Grünes Band: Gemeinsam die westliche Altmark entdecken und gestalten“. Die Förderung erfolgt im Rahmen der lokalen Entwicklungsstrategien mit CLLD durch den Europäischen Sozialfonds Plus in Sachsen-Anhalt.

            


Anmeldung und Teilnahmegebühr

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