Good Rebels : Die Demokratie bist du!
Unsere Demokratie steht auf wackligen Füßen. Doch was jetzt? Aufgeben? Den Kopf in den Sand stecken? Auf keinen Fall! „Nun erst recht“, sagen wir. Jetzt ist die Zeit, wo wir alle ein Stück dazu beitragen müssen, um gemeinsam unsere Demokratie zu schützen und zu stärken. Hier kommen 5 kreative, rebellische Aktionsideen für „Good Rebels“ von Ilona Koglin & Marek Rohde.
Privilegiert?
Denn Resignation und Apathie sind in dieser Zeit ein Privileg, das sich nicht alle leisten können. Mehr noch: Sich niemand leisten sollte! Die Politikwissenschaftlerin Erica Chenoweth hat herausgefunden: Wenn sich nur 3,5 Prozent der Menschen in einem Land aktiv für etwas einsetzen, dann erreichen sie einen Kipppunkt, an dem echte Veränderung möglich ist – solange die Mehrheit der Bevölkerung hinter den Themen und Werten steht, für die diese Minderheit eintritt. Das wären in Deutschland rund 2,9 Millionen Menschen und damit in etwa so viele, wie in Hamburg und Köln leben.
Machst du mit? Gehörst du zu den 3,5 % der Menschen, die sich für Demokratie einsetzen?
Vielleicht bist du schon viele Jahre für Demokratie und eine bessere Welt aktiv. Vielleicht warst du es viele Jahre, hast jetzt aber keine Zeit oder Energie mehr. Oder vielleicht möchtest du erst noch aktiv werden, suchst jedoch noch nach der richtigen Idee oder dem passenden Weg? Wo auch immer du gerade stehst, wie auch immer dein Leben aussieht – mit den folgenden fünf Aktionsideen kannst du an einem Abend, einem Nachmittag oder einem Wochenende etwas für die Demokratie tun. Also
werde aktiv, werde kreativ und leg los!
- Love Letters an Aktivisti
Auch wenn du selbst nicht so richtig stark aktiv bist, kannst du mit einem „Liebesbrief“ an eine*n oder mehrere Aktivisti viel bewirken. Oft ist ihr Engagement anstrengend und frustrierend. Da ist ein (vielleicht sogar handgeschriebener) Brief voller Wertschätzung, Ermutigung und Dankbarkeit eine tolle Motivation. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du HIER. - Nachdenkzettel im öffentlichen Raum
Begeisterst du dich für Streetart und Guerilla-Aktivismus – möchtest aber dennoch im legalen Rahmen bleiben? Dann kannst du mit Post-its deine Botschaften verbreiten. Klebe sie überall hin, wo du Menschen erreichen und zum Nachdenken anregen möchtest. So streust du deine Botschaften leicht, bunt und fröhlich zum Mitnehmen im öffentlichen Raum. Eine Vorlage und Anleitung findest du HIER. - Der Petitionen-Marathon
Zugegeben, der sogenannte Clicktivism hat nicht gerade den besten Ruf: vom Sofa aus auf Social Media Plattformen liken, Aufrufe teilen oder Petitionen unterschreiben? Viele sehen darauf herab und bezweifeln die Sinnhaftigkeit. Doch wir sagen: Online-Petitionen sind besser als ihr Ruf! Vor allem für Menschen mit wenig Zeit sind sie ein probates Mittel, um diejenigen zu unterstützen, die sich mit voller Power für eine Sache engagieren. Denn gemeinsam sorgen wir so dafür, dass ein Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt. Unter dem folgenden Link erfährst du, wie du in fünf Schritten und zwei Stunden mit einem Petitionen-Marathon was bewegen kannst. - Schreibe Protestbriefe
Protestbriefe sind quasi der Gegenpol zu den Love Letters für Aktivisti. Sie wirken übrigens nicht nur nach außen – also auf die Person oder das Medium, das du anschreibst. Sondern auch auf dein Inneres. Die vielen negativen Nachrichten versetzen dich und deinen Körper nämlich in Stress. Das macht auf die Dauer mental und körperlich krank. Dem kannst du etwas entgegensetzen, wenn du aktiv wirst. Zum Beispiel, indem du einen Protestbrief schreibst. Inspirationen und eine kleine Anleitung dazu findest du HIER. - Feiere dein Engagement
Fühlst du dich manchmal entmutigt, weil dir deine Beiträge für mehr Demokratie im Vergleich zu den riesigen Problemen klein und mickrig vorkommen? Uns geht es manchmal schon so. Das liegt nicht daran, dass deine Beiträge wirklich klein und mickrig sind. Es liegt daran, dass wir in unserer Leistungsgesellschaft selten zurückschauen und stolz unsere Taten betrachten. Auch die kleinen. Meist blicken wir nach vorne – auf das, was wir noch nicht geschafft, erledigt oder erreicht haben. Das ist nicht gut. Nimm dir deshalb einmal schön viel Zeit, um dich und dein Engagement zu feiern. Das klingt erst mal nicht so, als ob du was für die Demokratie tust. Aber glaube mir: dass du deine eigene Selbstwirksamkeit erkennst, ist unheimlich wichtig für uns alle.Schau doch mal unter dem folgenden Link, wie du dein Engagement feiern kannst.
Fazit: Die Demokratie bist du!
Demokratie wird dann lebendig, wenn genug Menschen aufstehen, Verantwortung übernehmen, sich interessieren und einmischen. Wenn sie an ihre Wirksamkeit glauben und sie in einergleichwertigen und wertschätzenden Kooperation mit anderen über sich hinauswachsen möchten. Dabei ist es nicht so wichtig, wie viel jede einzelne Person tut. Viel wichtiger ist, das wir zusammen viele sind und unsereunterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Gaben teilen.
Ilona Koglin und Marek Rohde haben die Plattform fuereinebesserewelt.info gegründet, um Menschen zu demokratischer Teilhabe zu ermutigen und zu unterstützen. Ihr Ziel: 3,5 % der Menschen dazu bewegen, sich für eine bessere Welt einzusetzen und „Good Rebels“ zu werden. Wenn du weitere Tipps, Inspirationen und Ideen haben möchtest, wie du aktiv werden kannst, dann abonniere ihren Newsletter.