Neue Podcast-Folge: Folge 144: Das geht! Den CO₂-Fußabdruck halbiert – neue Ökodorf-Studie

Podcast Cover: Simone mit Dr. Michael Bilharz, Christoph Strünke

Tatatataaaaa! Die neue Ökobilanz des Ökodorfes ist raus! Wir haben unsere Ökobilanz neu berechnet und erreichen einen Fußabdruck, der bei unter 50% des Bundesdurchschnittes liegt. Unterstützt hat uns dabei Dr. Michael Bilharz, ehrenamtlicher Vorstandssprecher des Vereins 3 fürs Klima und leitet dort das Projekt KliX3 – Wege zum klimaneutralen Leben. Beruflich ist er für das Umweltbundesamt tätig. Christoph Strünke lebt in Sieben Linden und als Umweltwissenschaftler hat er die neue Fußabdruck-Berechnung von unserer Seite aus aufgesetzt. Unser Fußabdruck ist erfreulich klein – und wie können alle klimafreundlicher leben? Das erfahrt ihr in diesem Podcast.

„Die Bilanz sollte stimmen“

Heute schon so leben, wie auch morgen noch alle gut leben können. Das ist nicht nur die Definition von nachhaltigem Konsum. Das ist mein Lebensmotto seit über 30 Jahren. (…) Wir müssen nicht perfekt sein. Aber im Großen und Ganzen sollte die Bilanz stimmen.

Dr. Michael Bilharz michael-bilharz.de

Ökologischer Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck misst in der Einheit CO2, wie viel Impact dein Lebensstil auf den Planeten hat. Wohnen, Essen, Mobilität und Konsum werden berechnet. Je kleiner der Fußabdruck, desto nachhaltiger lebst du. Wir haben diese Ökobilanz für das gesamte Ökodorf mit 150 Menschen erstellt.

Ökologischer Fußabdruck Sieben Lindens liegt bei knapp 50% des Bundesdurchschnitts

Christoph und Michael diskutieren die Ergebnisse der neuen Ökodorf-Fußabdruck-Studie. Wie stehen wir im bundesweiten Vergleich dar? Gut!

Doch immer noch ist der Ökodorf-Fußabdruck zu hoch, wenn „klimaneutral“ das Ziel ist.

Bei über 10 Tonnen liegen die Durchschnittsbürger*innen. Unter unseren Wert mit 5 Tonnen pro Person kann man nur schwer kommen, wenn man am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teil nimmt.

Überraschende Ergebnisse und Beobachtungen:

  • Holz ist offiziell nicht mehr als CO2-neutraler Brennstoff anerkannt. Doch da Sieben Linden nur Holz aus eigenen Wäldern verheizt, das nicht als Bauholz geeignet ist, und gleichzeitig den Wald ökologisch aufwertet, konnten wir ausnahmsweise in der Studie eine Null-Emission geltend machen.
  • In Sachen Ernährung ist Sieben Linden vorbildlich – die eigene Gärtnerei und eine überwiegend pflanzliche Ernährung erzeugen sehr geringe Emissionen.
  • In Sachen Mobilität haben die Ökodörfler*innen noch Einsparpotential. Zu gern sind wir auf Reisen, besuchen Familie und Freund*innen im ganzen Bundesgebiet. Wir arbeiten dran!